Eine Halle mit Geschichte und Zukunft.


Seit 1862 fand auf dem Heiligengeistfeld der zentrale Markt für Rinder und Schafe statt. Der Zentrale Viehhof war der Vorläufer der heutigen Rindermarkthalle. Zwischen 1865 und 1888 entstand im Bereich zwischen Heiligengeistfeld und Bahnhof Sternschanze eine Vielzahl von Gebäuden, die heute unter dem Begriff „Schlachthof“ zusammengefasst werden. Von der Entladung der Tiere von Zügen über deren Versteigerung und Schlachtung bis zur Endverarbeitung fand sich die gesamte Infrastruktur der industrialisierten Viehverarbeitung. Verwaltungsgebäude und mit dem Schlachthof verbundenes Kleingewerbe vervollständigten das Ensemble.


Bis heute prägt der Schlachthof mit seinen vielen historischen Gebäuden das Bild des an die Rindermarkthalle angrenzenden „Karoviertels“. Erhalten ist zum Beispiel die historische Schlachthalle, in der sich heute der Musikclub „Knust“ befindet.


Rindermarkthalle St. Pauli - Geschichte


Im Zweiten Weltkrieg ist der Zentralviehmarkt mit sämtlichen Anlagen zerstört worden. Anfang 1950 wurde das Gebiet der Hamburgischen Verwaltung übertragen und die Baubehörde damit betraut, die Marktanlagen wieder zu errichten. Zunächst kam es zur Instandsetzung des Hochstalles, der Viehverladerampen und kleinerer Betriebsgebäude. Der Wiederaufbau der Rindermarkthalle erforderte hingegen eine völlige Neuplanung. Die Grundfläche der Halle wurde als eine einzige Marktfläche ausgebildet, auf der bis zu 2.500 Rinder und 3.000 Schafe zum Verkauf gestellt werden konnten. Die Halle beeindruckt bis heute mit ihrer wegweisenden und Tageslicht spendenden Dachkonstruktion. Sämtliche Randbauten sind durch Flure miteinander verbunden. Außerdem führt eine Galerie an der Innenseite der Halle entlang. Die Außenfronten der Halle sind mit roten Hartbrandziegeln verblendet worden.


Der Bildhauer Ernst Hanssen schuf Keramik-Reliefdarstellungen von signifikanten Viehmarktszenen, diese sind in das Mauerwerk der Fronten der Treppenaufgänge integriert, die an der Vorderfont in das Obergeschoss des Gebäudes führen. Am 16. Juni 1951 ist die Rindermarkthalle, die den Namen „St. Pauli-Markthalle“ tragen sollte, eingeweiht worden. Zu dieser Zeit war sie die größte freitragende Halle Europas. Die Rindermarkthalle gilt heute als einmaliges architektonisches Bauwerk der 1950er-Jahre und ist damit denkmalgeschützt.


Rindermarkthalle St. Pauli - Geschichte


1971 wurde eine neue Viehmarkthalle an der Grabenstraße für Kälber, Schweine und Rinder in Betrieb genommen. Zugleich gab man das Gelände auf dem Heiligengeistfeld mit seiner Markthalle und den in mehrere Gatter aufgeteilten Außenflächen auf und führte es neuen Nutzungen zu. Um die Halle für eine Einzelhandelsnutzung vorzubereiten, zog man in den Hallenraum der Rindermarkthalle nachträglich eine Stahlbetonkonstruktion eines aufgeständerten Parkdecks ein. 1972 eröffnete das erste Einzelhandelswarenhaus und verschiedene Pächter, zuletzt Wal-Mart und Real, führten diese Nutzung bis Mitte 2010 fort. Ab ca. 2009 gab es erste Pläne, die Halle in eine „Music Hall“ für einige Tausend Zuschauer umzuwandeln, diese Pläne wurden jedoch nach Protesten wieder fallengelassen. Die Stadt Hamburg fällte daraufhin die Grundsatzentscheidung, die Rindermarkthalle für einen Zeitraum von zehn Jahren zu verpachten, um die Nahversorgung des wachsenden Stadtteils sicherzustellen.


Anfang 2012 bekam die EDEKA Handelsgesellschaft Nord mbH den Zuschlag, das Gebäude anzumieten und zu entwickeln. Ein neues Nutzungskonzept sieht die Aufteilung der Halle in mehrere Mietbereiche vor. EDEKA Nord verwaltet und untervermietet diese Mietbereiche an kommerzielle sowie soziokulturelle Nutzer. Der zuständige Projektentwickler ist die Maßmann & Co Handelsimmobilien GmbH. Seit 2013 ist das Gebäude nach einer zwischenzeitlichen Nutzungsunterbrechung und dem Rückbau der teils maroden Einbauten für eine neue Einzelhandelsnutzung modernisiert und saniert worden.


Rindermarkthalle St. Pauli - Geschichte



Die Wiedereröffnung des 14.200 qm großen Gebäudekomplexes fand am 18.09.2014 statt.


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