Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

25
Juli 2018

Die Ape macht Urlaub #1

Die Ape macht Urlaub und besucht regionale Lieferanten der Rindermarkthalle

„Essen ist nicht privat, Essen ist ein politischer Akt.“ Das sagt der Gastrosoph Harald Lemke in der Züricher Zeitung vom 24. Juli. „Die Probleme, die sich aus unserer Esskultur ergäben, ließen sich mit einer neuen Einstellung des Menschen zur Ernährung ändern. Was unser Essen sicher nicht mehr sein darf: eine Nebensächlichkeit.“

Wow. Wenn man zu einer Tour mit dem zwölfjährigen Sohn aufbricht, um ihm zu zeigen, woher das Essen kommt – dann sind das genau die richtigen motivierenden Worte am Frühstückstisch. „Man“ das bin ich, Ole, Mitglied des Kommunikationsteams der Rindermarkthalle. Der Sohn das ist Julius. Wir machen zum dritten Mal die Tour mit dem Namen: „Die Ape macht Urlaub und besucht regionale Lieferanten der Rindermarkthalle“.

Wieso weshalb das Ganze und was ist überhaupt eine „Ape“? Ape ist italienisch und heißt „Biene“. Die Ape ist quasi die fleißige Schwester der „Vespa“, also der „Wespe“, denn sie ist ein Mini-Transporter der Marke Piaggio. Auf jedem italienischen Markt sind sie allgegenwärtig. Und darum haben wir auch in der Rindermarkthalle 6 Stück davon.

Und wieso besucht die Ape jetzt regionale Lieferanten? Weil wir vom Kommunikationsteam der Rindermarkthalle immer wieder erfahren, dass Kunden überrascht sind, wenn sie hören , dass EDEKA, weniger ein Konzern ist, sondern erst einmal eine Einkaufsgemeinschaft von unabhängigen Kaufleuten. Im Falle der Rindermarkthalle sind das Jörg Meyer und Herwig Holst. Gestandene, ihren Vierteln oder Dörfern verbundene Kaufleute, die viele ihrer Lieferanten noch persönlich kennen und selbst entscheiden, was bei ihnen im Laden verkauft wird. Wir wollen zeigen, wer diese regionalen Lieferanten sind. Wir wollen zeigen, was „regional“ eigentlich bedeutet und, dass hinter den Produkten in der Rindermarkthalle echte Menschen stecken, die mit Liebe, Schweiß und leider auch häufig Tränen hinter ihren Produkten stehen. Wir wollen zeigen, warum diese Produkte eben „keine Nebensächlichkeit“ sein sollten. Und warum der ein oder andere Cent mehr nicht nur eine Familie ernährt, sondern auch vielleicht bessere Lebensbedingungen für Tiere bedeuten kann oder weniger Insektizide auf einem Feld.

Ja. Und dann ist das noch der Vater, der will, das sein Sohn weiß, woher das Essen kommt. Der gemerkt hat, dass Stadtkindern leider viel zu oft nicht klar ist, dass Tiere für ihr Fleisch sterben müssen und dass Möhren nicht auf Bäumen wachsen. Wir würden uns freuen, wenn ihr uns auf unserer Tour begleitet. Vielleicht gibt es ja den ein oder anderen, den wir zur Nachahmung inspirieren können. Unsere Tour wird uns durch Schleswig-Holstein führen bis nach Sylt und zurück. Wir werden das Bio-Gut Wulksfelde besuchen, danach die Saucen Manufaktur Epinard, uns über die Aufzucht ihrer Galloways bei den Burmeisters schlau machen, uns den geräucherten Lachs von Herrn Blum auf Sylt anschauen und dann mal gucken, warum die Lämmer vom Gänsehof so besonders gut sind. Das Ganze mit maximal 50 Km/H. Zwölf Tage wie ein Affe auf dem Schleifstein, aber immer mit einem glücklichen Grinsen im Gesicht. Wir würden uns freuen, wenn ihr uns ein wenig begleiten würdet.